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Bohodir Jalolov

Usbekische musikinstrumente

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Usbekische musikinstrumente www.arxiv.uz Tamburin • Tamburin, auch Tambourin (französischer Diminutiv von tambour, „Trommel“, von arabisch ṭambūr ) bezeichnet in mehreren europäischen Sprachen eine Rahmentrommel mit Schellen (Schellentrommel). Tamburine werden mit den Händen geschlagen. Sie bestehen aus einem meist einseitig mit Tierhaut (Kalb-, Ziegenfell) oder Kunststofffell bespannten Reif aus Metall oder Holz, der mit Schellen überwiegend in Form von paarweise angeordneten gewölbten Metallplättchen (Zimbeln) besetzt sein kann. Rahmentrommeln waren schon in der Musik Ägyptens gebräuchlich und werden in vielen Musikarten und bei Tänzen verwendet. www.arxiv.uz www.arxiv.uz • • Das etwas größere Tamburin des Baskenlandes heißt Tambour de basque. • • Das katalanische Tamborí ist ein kleines Schlaginstrument, das in der Cobla, der Sardanakapelle eingesetzt wird. • • Das Tamburin in arabischen Ländern heißt Riq, im persischen Raum Daf und in Zentralasien Daira oder ähnlich. • • Aus der italienischen Volksmusik kommt das Tamburello. Eine eigene Weiterentwicklung wird virtuos von Carlo Rizzoauch im Jazz gespielt. • • Eine historische Sonderform ist das Saitentamburin, zum Beispiel das Tambourin de Béarn, bei dem mehrere Saiten gleichzeitig angeschlagen werden, die dann über einem kastenförmigen Schallkörper schwingen. • Ein ähnliches Instrument ohne Trommelfell ist der Schellenring oder Schellenkranz, der oft fälschlich als Tamburin bezeichnet wird, weil im angloa • Das Tamburin kann mit Fingern, Handfläche, Faust oder Schlegel geschlagen werden, wobei je nach Nähe zum Rahmen der kurze harte Schlag auf das Fell oder das hohe Klirren der Schellen im Vordergrund des Klangs stehen. Bei Tänzen wird das Tamburin vielfach auch gegen den Ellbogen oder das Knie geschlagen. Daneben kann ein längerer Schellenklang wie auch beim Schellenring durch Schütteln oder durch das Reiben mit dem Daumen über das Trommelfell erzeugt werden. www.arxiv.uz Rebab • Das Rebab (arabisch باب\u0004ر , DMG rabāb) bezeichnet türkische und arabischeStreichinstrumente mit einfachem runden Schallkörper und meist zwei bis drei Saiten. • Über Spanien und Sizilien gelangte das Rebab nach Mitteleuropa und regte hier im 13. Jahrhundert das Rebec an, eines der wichtigsten Streichinstrumente des Mittelalters. Trotz ihres begrenzten Tonumfangs von etwas mehr als einer Oktave wurde das Rebab zu einem beliebten Instrument der Unterhaltungsmusik imOsmanischen Reich. Ähnlichkeiten bestehen zur, in der iranischen Musik gespielten, etwas längeren Streichlaute Kamancheh. Eine Form des Rebab mit kleinem runden Resonanzkörper und drei Saiten wird in Indonesien gespielt. • Das Rebab sollte nicht verwechselt werden mit dem in Afghanistan zu findendenRubab, einem Zupfins www.arxiv.uz • In verschiedenen arabischen und zentralasiatischen Ländern bis nach China gibt es, entwickelt aus der arabischen Konsonantenwurzel r-b-b, unter Bezeichnungen wie Rawap bei den Uiguren, Rebab, Rubab, Robab, Rababah... weitere Saiteninstrumente; die meisten zentralasiatischen sind mit dem afghanischen Modell verwandt. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von der einsaitigen gestrichenen Kastenspießlaute Ribab der marokkanischen Rwais-Berber im Westen bis zur zweisaitigen Stachelfiedel Rebab (Schalenspießgeige mit Membrandecke) in der muslimischen Musik von Lombok im Osten. www.arxiv.uz Dombra • Dombra (kasachisch домбыра ), auch dömbra, dombyra, dumbyra, dambura, danbura, ist ein weit verbreitetes Zupfinstrument in mehreren mittelasiatischenStaaten. Die zweisaitigen Langhalslauten mit birnenförmigem Korpus besitzen mit Ausnahme des kasachischen Instruments und im Unterschied zur in derselben Region gespielten dotār keine Bünde. Ein zweiter Lautentyp mit einem trapezförmigen flachen Korpus kommt unter diesem Namen im zentralen und südlichen Kasachstan vor. Beschreibung und Verbreitung www.arxiv.uz www.arxiv.uz • Die dombra ähnelt mit ihrem langen Hals entfernt der türkischen saz. Der birnenförmige Resonanzkörper besteht ausZedernholz, die Decke aus sonstigem Nadelholz. Die Länge beträgt 100 bis 130 Zentimeter. Die dombra hat zwei Saiten, die im Quartabstand gestimmt werden (d–g), seltener im Abstand einer Quinte, Sekunde oder als Gleichklang. Die Melodie wird meist auf der hohen Saite gespielt. Ursprünglich waren die Saiten aus Darm, heute wird Nylon verwendet. Es gibt zwei Varianten des birnenförmigen Typs: die kasachische dombra mit Bünden an einem langen dünnen Griffbrett und die usbekische dutar ohne Bünde und traditionell zwei Seidensaiten. Alte, in der kasachischen Musik gespielte dombrasbesaßen neun Bünde für einen diatonischen Tonvorrat, heutige Instrumente ermöglichen mit 15 bis 17 Bünd • Die dombra ist ein traditionelles Instrument in Kasachstan (dombura, dombyra), Usbekistan, Badachschan (dambura),Turkmenistan, Tadschikistan (dombura) und Kirgisistan und gilt teilweise als nationales Symbol. In Usbekistan wird sie von den Geschichtenerzählern bakhshi (baxşi, den türkischen aşık verwandt) und in der tadschikischen Musik von den lyrischen Sängern hōfiz zur Liedbegleitung eingesetzt. Der kasachische Dichter Abai Qunanbajuly, der großen Anteil an der Entwicklung des Kasachischen zur Schriftsprache hatte, wird oft mit einer dombra im Arm gezeigt. Das Instrument wird solo gespielt, zur Gesangsbegleitung und in der Volkstanzmusik. • Weitere Instrumente der zentralasiatischen Gruppe dotar (dutar) ähneln der dombra. Der Tonraum der uigurischen rawapliegt eine Oktave über demjeni Daf (Musikinstrument) • Daf (persisch ف\u0004د ), auch daff, deff, def, tef, duff, ist die überregionale Bezeichnung für unterschiedliche Rahmentrommeln, die vom Mittleren Osten, dem südlichenZentralasien und Indien über die arabischen Länder nach Westen bis in denMaghreb und nach Südosteuropa verbreitet sind. Eine daf wird zwischen den Fingern einer Hand am Rahmen gehalten und meist in senkrechter Position mit der anderen Hand geschlagen. Es gibt Ausführungen mit und ohne Schellenkranz. Verbreitung und Etymologie • Während der Name Tamburin in verschiedenen Variationen im europäischen Raum verbreitet ist, werden Rahmentrommeln im Iran, Usbekistan, Armenien undAserbaidschan in Variationen der Schreibweise daf genannt. In der Türkei sind defund tef gebräuchlich, in Mazedonien def und in Nor www.arxiv.uz • Die Zupflaute rubab wird in der afghanischen Musik von der Rahmentrommel dāireh(daira, dāyere, doira) begleitet. Die Verbreitungsregionen von daf und dairaüberschneiden sich in weiten Teilen, wobei daf eher mit der klassischen und unterhaltenden Musik der Männer und daira eher mit der Volksmusik der Frauen verbunden wird. • Eine regionale Bezeichnung für Rahmentrommeln in den genannten Ländern istgaval. In der arabischen Musik ist das riq weit verbreitet. Ein anderer Name für eine Rahmentrommel mit oder ohne Schellenkranz ist tar. Die in Zentralindien nur in der Volksmusik (vom Musiker daffali) gespielte daf entspricht der südindischen Rahmentrommel kanjira. • Daf und ähnliche Schreibweisen sind lautmalerisch von Semitisch DAB oder TAP abgeleitet. Eine sumerischeRahmentrommel ist als ADÂ • Türkische Rahmentrommeln mit Schellenkranz heißen zilli def oder zilli tef, wobei zil der türkische Namen für Zimbeln ist. • Rahmentrommeln haben eine wichtige Funktion bei den aus Rezitationen (Dhikr), Gesängen und Tänzen bestehenden Zeremonien der Sufi-Bruderschaften. Die leicht in der Hand zu haltenden Dafs sind besonders bei arabischen Hochzeitsfeiern beliebt, wo sie tabl al-nikah (ṭabl, „Trommel“, nikah, „Hochzeit“) genannt werden. • Eine große schwere Rahmentrommel im Nahen und Mittleren Osten heißt mazhar. Sie hat einen Rahmen von 50 Zentimetern Durchmesser und 12 Zentimetern Höhe. Das tief klingende Instrument wird für volksislamische Rituale, besonders von Frauen im Zar-Kult verwendet. Arabische Musikeinflüsse brachten die Daf bis in den Musikstil Taarab an der ostafrikanischen Dotar • Dotar (persisch رات\u0004ود ), dotār oder dutār, ist eine Langhalslaute, die in deriranischen, afghanischen und tadschikischen Musik sowie in Turkmenistan undUsbekistan gespielt wird. Verwandte dieses meist zweisaitigen Zupfinstruments inZentralasien heißen dombra. • Bauform und Verbreitung • Die dotar kommt vor allem im Gebiet der historischen Region Chorasan vor. Berühmt sind die dotar der ostiranischen StadtTorbat-e Jam. Wie der Name do-târ sagt, hat sie zwei Saiten, die im Quartabstand gestimmt werden. Eine typische Stimmung wäre e – a. Das Instrument kann aber auch höher gestimmt werden, wie etwa g – c. Gespielt wird hauptsächlich auf der höheren Saite (im Beispiel a), wobei die Quarte (hier d) oder die Quinte (hier e) als Grundton genommen wird. Die tiefere Saite kann dements www.arxiv.uz • Eine dotar ist etwa ein Meter lang, der Kopus etwa 15–20 cm breit und 13–17 cm tief. Auch hier gibt es regional große Unterschiede. Der Hals ist mit Bünden aus Darm, Nylon oder seltener Draht versehen, die zumeist chromatisch angeordnet sind. Auf manchen dotar fehlen Zwischentöne, vor allem zwischen d′ und e′ und a′ und h′. Einige iranische dotar haben dagegen sogar Vierteltöne. Die Bünde sind teilweise verschiebbar, so dass auch auf dotar, die nicht alle Töne als Bünde haben, Vierteltöne gespielt werden können, beispielsweise: a – h – c – c♯ – d – e – f – g – a – h – c – c♯ – d – ▹ e, wobei f den Koron-Ton zwischen f und f♯ bezeichnet. Der ▹ Tonumfang umfasst bis zu zwei Oktaven. • Die dotar wird mit den Fingern der rechten Hand angeschlagen, nicht mit einem Plektron. Die Fingertechnik • Die afghanische dutār hat einen schmaleren Körper und hat bei gleich gebliebenem Namen in der Mitte des 20. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel in der Bauform und dem Spieleinsatz erfahren. Um 1950 wurden die zwei Saiten zu drei erweitert, davon sind eine Melodie- und zwei Bordun-Saiten (Stimmung a – a – e). Darmsaiten wurden durch Stahlsaiten ersetzt. Die Zahl der Bünde wurde erhöht, um eine chromatische Skala von Halbtönen zu erhalten. Um 1965 entwickelte, nach allgemeiner Einschätzung Karim Dutari, ein Musiker aus Herat, eine größere Dutār mit 14 Saiten. Die zusätzlich angebrachtenResonanzsaiten sollten den Klang verstärken. Der Geschmackswandel zeigt den Einfluss der durch Radio Afghanistan ausgestrahlten populären Musik. Daneben ging es Karim darum, die von ihm auf der Rubāb ge • Die dutār wird seitdem mit einem Metalldrahtplektrum am Zeigefinger gespielt, was den Klang stärker macht. Verwandte der iranischen dotar in Usbekistan und Xinjiang in China sind wesentlich größer und haben Saiten aus Seide. • Denselben Namen dotar, auch dotara oder dotora tragen Langhalslauten die in der Volksmusik Bengalens und von denBauls verwendet werden. Diese Instrumente haben zwei Saiten und entsprechen der einsaitigen langen ektar. Eher einerMandoline ähnliche Zupfinstrumente in der nordindischen Volksmusik mit vier Saiten heißen ebenfalls dotar. www.arxiv.uz Oud • Die Oud oder Ud (arabisch دوع , DMG ʿūd, maskul. sg., mit Artikel: arabisch دو\u0004عل\u0004\u0004ا ,DMG al-ʿūd) ist eine Kurzhalslaute aus dem Orient. Als Vorläufer der europäischenLaute kam die Oud durch die Mauren in Andalusien wie auch über heimkehrendeKreuzfahrer nach Europa. Auch Lauten in Transkaukasien gehen auf die Oud zurück. Oud bedeutet „Holz“; in jüngster Zeit ist jedoch auch eine Etymologie überpersisch rud, „Saiteninstrument“, vorgeschlagen worden. In der heutigeniranischen Musik wird die arabische Laute in persischer Spieltradition auch als ط \u0004بر \u0004\u0004\u0004 ب /barbaṭ bezeichnet. • Die arabische Laute gilt unter den nahöstlichen Saiteninstrumenten als das flexibelste und dynamischste. Aufgrund der recht einfachen Konstruktionsweise und günstiger Baumateria www.arxiv.uz • Geschichte • Der Ursprung der arabischen Laute ist nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich übernahmen die Araber die mit einer Holzdecke versehene dickbauchige Form der persischen Laute Barbat und setzten sie an die Stelle eines älteren birnenförmigen Instruments vom Typ der türkischen Laute Kopuz oder des hautbedeckten jemenitischen Qanbus. Saiteninstrumente ähnlich der Laute gab es jedoch bereits bei den Sumerern, den Babyloniern und im Alten Ägypten und waren offenbar auch im vorislamischen Arabien bereits im Gebrauch. Mittelalterliche arabische Gelehrte wie al-Masʿūdī oder al-Fārābī, der die Oud im 10. Jahrhundert in einem musiktheoretischen Traktat ausführlich beschrieb, sahen die Ursprünge der Oud entweder in der griechischen Kultur oder schrieben ihre Erfindung dem biblischenLa www.arxiv.uz • In der arabischen Musik wurde die Oud zunächst eingesetzt, um im Stegreif erfundene Lieder vorzutragen. Aufbau und Form des Instruments unterlagen dabei im Laufe der Jahrhunderte einem steten Wandel: Während die älteren Lauten der Form einer Mandel ähnelten und im Allgemeinen aus einem Stück gefertigt waren, nahmen spätere Instrumente eine rundere Form an und waren aus mehreren Teilen zusammengesetzt; insbesondere wiesen sie dann oft einen separaten Hals auf. Und während in einer von einem führenden Musiker am Fatimiden-Hof angefertigten Bauanweisung aus dem 11. Jahrhundert noch empfohlen wurde, nur eine einzige Sorte Holz für die Herstellung zu verwenden, nämlich das derZypresse, bestand die von Guillaume-André Villoteau in der Description de l'Egypte beschriebene Oud aus insgesamt
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